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Harte Zeiten für deutsche Sparer – auch in 2014

sichere sparbriefe_kleinDeutsche Sparer stecken in einem Dilemma. Seit jeher eher risikoavers eingestellt, bevorzugt der deutsche Sparer sichere Geldanlagen wie Sparbuch, Festgeld, Sparbriefe, Wertpapiere des Bundes und Tagesgeld. Das Problem: all diese Anlageformen bieten nur noch Minizinsen, die kaum mehr die Inflation ausgleichen. Hinzu kommt, dass selbst das ebenso geliebte Betongold, also die Investition in Immobilien, derzeit keinen richtigen Ausweg aus der Krise mehr bietet, weil die Preise für attraktive Immobilien in den Großstädten schon Rekordhöhen erreicht haben und hier nur noch wenige Chancen auf Renditen bieten. Was bleibt also? Entweder sich mit Minizinsen zufrieden geben und hoffen, dass diese Phase bald vorübergeht oder in risikoreichere Anlagen umschichten.

Tagesgeld:
Das beste Angebot in diesem Bereich macht derzeit die ING-DiBa. Sie bietet 1,50% p.a. Allerdings ist das Angebot mit zwei Haken versehen: 1. gilt das Angebot nur für Neukunden. Bestandskunden erhalten lediglich 0,50% p.a. 2. gibt die ING-DiBa nur eine Zinsgarantie von 4 Monaten. Wer dieses Angebot wählt, ist also in 4 Monaten wieder auf der Suche nach einem neuen Tagesgeldangebot. alle Tagesgeldzinssätze im Vergleich

Festgeld:
Etwas besser noch schaut es aus, wenn Anleger bereit sind, Ihr Geld etwas länger fest anzulegen. Wer sich 3 Jahre bindet, der erhält derzeit bei der deutschen Tochter der französischen Crédit Agricole 2,25% p.a. Einlagen sind über die französische Einlagensicherung bis zu 100.000€ abgesichert und damit genauso sicher, wie bei einer Anlage bei einer deutschen Bank. zum Festgeld Vergleich

Aktien:
2013 hat der DAX um satte 25% zugelegt und eilt derzeit von Rekord zu Rekord. Optimisten halten selbst 10.000 Punkte im DAX nur noch für eine Zeitfrage. Nur, die Deutschen sind eigentlich kein Volk mit einer großen Aktienkultur. Eigentlich bevorzugen Sie klassiche Geldanlagen wie oben beschrieben. Und hier kommt das Dilemma, wer in 2014 noch eine Rendite über der Inflation erzielen möchte, kommt an der Börse nicht mehr vorbei! Allerdings ist das Risiko nach der Kursralley des vergangenen Jahres recht hoch. Niemand kann garantieren, dass die Börse tatsächlich weiter steigt, auch wenn viele Anzeichen darauf hindeuten. Wer das Risiko nicht scheut, der sollte vorsichtige Wertpapier-Positionen aufbauen. Vorsichtige Anleger soltlen Einzeltitle vermeiden und in Fonds oder ETFs investieren. Letztere bieten Vorteile, weil die Gebühren hier niedriger sind, als bei den klassischen Fonds. Außerdem sind ETFs sehr transparent, weil sie 1:1 den Kursverlauf von bestimmten Indizes abbilden (z.B. DAX, MSCI World, Branchenindexe wie Consumer Staples etc.).

Anleihen:
Hier können Anleger in Abhängigkeit des persönlichen Riskoprofils zwischen zwei Arten von Emittenten wählen: Staatsanleihen und Unternehmensanleihen. Grundsätzlich gilt, dass das Ausfallrisiko bei Staatsanleihen wird sehr viel niedriger bewertet wird, als bei Unternehmensanleihen. Im Bereich der Staatsanleihen sind z.B. folgende ETFs interessant “iShares Global AAA-AA Government Bond” (ISIN DE000A1J7CM0). Die Umlaufrendite beträgt etwa 1,5 Prozent jährlich bei etwa 6,5 Jahren Restlaufzeit. Alternativ “comstage iBoxx Liquid Sov. ETF” (ISIN LU0444605645) mit einer Umlaufrendite von 2,2 Prozent und 5,7 Jahren Restlaufzeit. Letzterer führt ausschließlich europäische Titel, während der erste von iShares auch US-Staatsanleihen abbildet und damit ein Währungsrisiko beinhaltet.

Fazit: Das Aussitzen der Niedrigzinspolitik auf Tagesgeldkonten ist nicht empfehlenswert. Es scheint nicht so, als ob die Europäische Zentralbank in absehbarer Zeit zu einem Kurswechsel der Zinspolitik bereit sein wird. Es sollten alternative Wertpaieranlagestrategien geprüft werden. Fonds und ETFs sind der Anlage in Einzeltitel vorzuziehen, da hier breitere Risikostreuung möglich ist.

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