Home » Fonds

Immobilienfonds

Immobilienfonds bündeln das Kapital von mehreren Anlegern, um Bauprojekte umzusetzen und in Immobilien zu investieren. Immobilienfonds gelten als sehr sicher, trotzdem sollte man eine Anlageentscheidung genau abwägen. Neben offenen und geschlossenen Immobilienfonds werden seit 2007 in Deutschland auch REITS angeboten.

Offene Immobilienfonds

Charakteristisch für offene Immobilienfonds ist, dass diese in mehreren Objekten investiert sind und zusätzlich Barbestände halten. Damit kann der Fonds je nach Marktentwicklung auch in andere Immobilienobjekte investieren. Für den Anleger bedeutet dies aufgrund der Risikostreuung eine höhere Sicherheit. Offene Immobilienfonds können per Einmalanlage oder über einen monatlichen Sparplan erworben werden. Der Mindestanlagebetrag ist sehr gering und beträgt meist nur 50 Euro.

Anteile an offenen Immobilienfonds können börsentäglich gekauft und verkauft werden. Ein Handel über die Börse oder über die Kapitalanlagegesellschaft (KAG) ist möglich.

Lesen Sie auch

Steuervorteil bei offenen Immobilienfonds

Seit der Einführung der Abgeltungssteuer im Jahr 2009 werden Kapitalerträge pauschal mit 25% zzgl. Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer belastet. Bei der Geldanlage in einen offenen Immobilienfonds können gegebenenfalls Steuervorteile durch Abschreibungen entstehen. Zudem bietet sich bei einer Investition in Auslandsimmobilien eventuell ein Steuervorteil durch einen geringeren Steuersatz im Ausland.

Geschlossene Immobilienfonds

Geschlossene Immobilienfonds setzen in der Regel nur auf ein Objekt und sammeln Eigenkapital um dieses zu verwirklichen. Es handelt sich dabei um große Bauprojekte wie Einkaufszentren, Bürotürme oder Hochhäuser. Der Anleger ist demnach Miteigentümer der Immobilie und wie der Name schon vermuten lässt, können die Fondsanteile nicht ohne weiteres verkauft werden. Auch der Einstieg ist nicht so einfach wie bei offenen Immobilienfonds und meist erst ab einer Mindestanlage von mehreren tausend Euro möglich.

Zudem gehören geschlossene Fonds zum grauen Kapitalmarkt, das bedeutet es findet keine Regulierung durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) statt. Schon allein deshalb empfehlen sich geschlossene Immobilienfonds nur für erfahrene Anleger.

Steuervorteil bei geschlossenen Immobilienfonds

Bis 2005 konnten geschlossene Immobilienfonds ebenfalls Steuervorteile durch hohe Sonderabschreibungen bieten. Seitdem existiert dieser Steuervorteil aber nur noch bei geschlossenen Schiffsfonds durch die Tonnagesteuer.

Eine weitere Möglichkeit um Steuern zu sparen bieten Auslandsinvestitionen. Durch Doppelbesteuerungsabkommen mit anderen Ländern können deutsche Anleger von hohen Freibeträgen und niedrigeren Steuersätzen profitieren.

REITS (Real Estate Investment Trust)

Ein REIT ist eine Kapitalgesellschaft, die hauptsächlich in Immobilien investiert oder Immobilien verwaltet. Ein Großteil der damit erzielten Gewinne wird in Form von Dividenden an die Investoren ausgeschüttet. In den USA sind REITs bereits seit 1960 zugelassen, nach Deutschland und Großbritannien kamen sie erst 2007.