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Sichere Geldanlage: Sparbriefe

Mit Sparbriefen können Anleger ihr Geld für mehrere Jahre zu einem festen Zinssatz fast risikolos anlegen. Damit sind Sparbriefe eine echte Alternative zu Festgeld, Sparkonten und Bundeswertpapieren.


Sparbriefe existieren in zwei Varianten:

  • Aufgezinster Sparbrief: Wird zum Nennwert gekauft – Rückzahlung setzt sich aus Nennwert und Zinsen zusammen. (Für den gesamten Anlagebetrag, falls die Zinsen nicht jährlich ausgezahlt werden)
  • Abgezinster Sparbrief: Wird zum um die Zinsen reduzierten Nennwert gekauft und zum Nennwert ausgezahlt.

Zinsen

Die Zinsen werden entweder jährlich ausgezahlt oder thesaurierend am Laufzeitende. Für die Abgeltungssteuer macht es keinen Unterschied, auch bei der thesaurierenden Variante werden jährlich die Steuern einbehalten und abgeführt. Sie profitieren bei der thesaurierenden Variante aber vom Zinses-Zins-Effekt. Bei Erwerb und Rückgabe des Sparbriefs fallen keine Gebühren oder Spesen an.

Es gilt die Faustregel: Längere Laufzeit gleich besserer Zinssatz. Allerdings sollten Sie darauf achten, dass Sie während des Anlagezeitraums nicht über Ihr Geld verfügen können. Beim Kauf erhält der Anleger eine Urkunde in der Nennwert, Tag der Auszahlung, Zinssatz und die Art der Verzinsung festgeschrieben ist.

Sicherheit

Sparbriefe sind eine sehr sichere Form der Geldanlage. Rechtlich gesehen handelt es sich um Namensschuldverschreibungen, die das Kreditinstitut durch Ausstellung einer Urkunde verbrieft hat und die auf den Namen des Anlegers ausgeschrieben werden. Trotzdem sollten Sie darauf achten, dass Ihre Einlagen über die gesetzliche Einlagensicherung oder einen freiwilligen Einlagensicherungsfonds gedeckt sind. Seit 1. Januar 2011 gilt in allen EU-Mitgliedsstaaten eine gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 Euro pro Kunde.

Achten Sie auf Nachrangabreden, bei denen die Einlagensicherung nicht greift und im Fall einer Insolvenz andere Gläubiger vorrangig bedient werden.

Vorzeitige Verfügung des Anlagebetrags (Rückzahlung)

Sparbriefe sind unkündbar und nicht an der Börse handelbar. Wenn der Anleger trotzdem früher sein Geld braucht, kann er den Sparbrief beleihen oder auf die Kulanz des Instituts hoffen. Die zeigen sich in Notfällen in der Regel auch kulant und lösen den Sparbrief auf Kundenwunsch vorzeitig auf, allerdings darf man dann nicht die vollen Zinsen erwarten. Um den entstehenden Schaden der Bank zu ersetzen, wird evtl. eine Vorfälligkeitsentschädigung erhoben. Sparbriefe sind in der Regel zu 100% beleihbar.

Anbieter von Sparbriefen

Sparbriefe sind eine Domaine der deutschen Sparkassen. Aber auch einige Volksbanken und auch die Sparda-Banken haben Sparbriefe im Angebot. Aber auch einige Direktbanken wie die Consorsbank, ING-DiBa und Volkswagenbank bieten Sparbriefe an.

Achtung: Viele Vergleichsrechner zum Thema “Sparbriefe” listen einfach Festgeld-Angebote, ohne dabei darauf einzugehen, dass es sich rechtlich nicht um Namensschuldverschreibungen handelt.

Sparbrief Zinsen

Leider sind auch die Sparbrief-Zinsen auf einem historisch niedrigen Niveau. Bei Laufzeiten von 10 Jahren können derzeit bei den besten Anbietern ungefähr 1,30 % Zinsen p.a. erwartet werden (Beispiel: Sparkasse Köln-Bonn Online Sparbrief).

Bei der ING-Diba, um mal eine Direktbank zu nennen, werden für Laufzeiten von 1 bis 5 Jahren lediglich 0,10 % p.a an Zinsen gezahlt. (Stand: 10.02.2018).

Wie bei allen Finanzprodukten lohnt sich auch bei Sparbriefen der Vergleich. Jede Bank hat eigene Konditionen und die Angebote der Banken unterscheiden sich teilweise erheblich voneinander. Vergleichen Sie deshalb, bevor Sie einen Sparbrief erwerben.