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Studie: Anleger setzen verstärkt auf ETF-Sparpläne

Bulle und Br auf ZeitungsseiteDie DAB Bank hat das Anlageverhalten ihrer Kunden im Bereich Sparpläne anonymisiert ausgewertet. ETFs haben hier den gemanagten Investmentfonds mittlerweile den Rang abgelaufen.

Bei den der aktuellen Sparplanausführungen bei der DAB Bank setzen die Kunden zu 65,3 % auf ETFs und nur noch 29,0 % auf klassische Investmentfonds. Zertifikate-, ETC- und Aktiensparpläne fallen mit einem Anteil von insgesamt 5,7 Prozent der Ausführungen dagegen kaum ins Gewicht.

Intervall der Ausführungen
Auch was die Regelmäßigkeit der Einzahlungen betrifft, lässt sich ein Sparplan auf den Kundenwunsch anpassen. Mit 67,0 % entscheiden sich rund zwei Drittel der Anleger für eine monatliche Sparrate mit einem von ihnen festgelegten Betrag. 11,9 % zahlen quartalsweise, ebenfalls 11,9 % jeden zweiten Monat und 9,2 % einmal im Halbjahr ein.

Sparraten
Doch wie hoch sind die Summen, mit denen die Anleger regelmäßig Wertpapiere besparen? Bei der DAB Bank gilt bei Sparplänen eine Mindestsumme von 50 Euro. Fast zwei Drittel aller Anleger (68,3 %) zahlen zwischen 50 und 100 Euro ein. Bei jedem Zehnten (9,7 %) beträgt die Sparsumme zwischen 100,01 und 150 Euro. Rund 7,5 % sorgen regelmäßig mit zwischen 150,01 und 200 Euro für später vor und bei 3,5 % beträgt die Sparrate zwischen 200,1 und 250 Euro. 10,8 % zahlen mehr als 250 Euro ein. Der durchschnittliche Sparbetrag liegt unter allen Anlegern bei rund 139 Euro.

Unabhängig vom Produkt, das der Anleger wählt, ist ein Sparplan in der Regel langfristig ausgerichtet. Denn nur so lassen sich konjunkturell schlechte Phasen und Kursschwankungen ausgleichen. Allerdings ist vom gewählten Produkt abhängig, in welches Risiko der Sparplaninhaber geht. Ein Investmentfonds ist aufgrund seiner breiten Streuung in der Regel weniger riskant als eine Einzelaktie.

Apropos Streuung, viele Anleger wählen hier einen ETF auf den MSCI World – und das aus gutem Grund. Der Index bildet die Wertentwicklung von über 1.600 Unternehmen aus 23 Ländern ab. Doch er ist auch ziemlich US-lastig, d.h. fast 60% aller Unternehmen in dem Index stammen aus den USA. Lest hier unseren Artikel mit Alternativen zum MSCI World.

Gründe für den Boom
Zum Boom der ETF-Sparpläne in den letzten Jahren hat sicher auch beigetragen, dass die Ausführung dieser bei vielen Onlinebrokern gebührenfrei sind. Die DAB Bank geht nun als Marke jedoch unter. Im November werden die bestehenden Kunden zur Consorsbank transferiert. Bei der Consorsbank kostet eine ETF-Sparplanausführung 1,50% vom Ordervolumen. Günstiger ist es bei Flatex und der OnVista Bank, hier sind viele ETF-Sparpläne mit einer kostenlosen Ausführung versehen. Hier gibt es einen guten Überblick über das Angebot an ETF-Sparplänen bei den deutschen Onlinebrokern.