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Tipps zur Lagerung von Edelmetallen

Schließfächer in iener BankGold ist und bleibt ein interessantes Investment. Wer sich für ein Investment in physisches Gold entscheidet, muss sich allerdings auch Gedanken um die richtige Lagerung machen. Wir geben einen Überblick, welche Varianten es für die Lagerung gibt und was dabei zu beachten ist.

Einlagern bei einer Bank

Wer bereits ein Bankschließfach besitzt, für den ist es natürlich naheliegend seine Goldbarren oder –Münzen auch dort zu deponieren. Grundsätzlich ist dies für jeden Goldanleger auch eine sinnvolle Möglichkeit, da die Banken über sehr gute Sicherheitsmaßnahmen verfügen. Natürlich sollten die örtlichen Gegebenheiten auf die Eignung zur Lagerung von größeren Gegenwerten hin überprüft werden. Z.B. wenn bei einer Sparkasse auf dem Dorf, die Schließfächer im Eingangsbereich angesiedelt sind. Auch bei Bankschließfächern ist es empfehlenswert, die hinterlegten Werte zu versichern. Die Kosten für ein Bankschließfach beginnen bei ca. 25 € pro Jahr für ein kleines Schließfach (4-8 Liter Fassungsvermögen) und können bis zu 400 € bei einem großen Schließfach erreichen. Versicherungen können meist zusätzlich direkt bei der Bank abgeschlossen werden. Der Richtwert beträgt hier 1 € pro 1.000 € Versicherungswert im Jahr.

Ist zuhause Lagern eine Alternative?

Gold kann durchaus in den eigenen vier Wänden aufbewahrt werden. Dies hat den Vorteil, dass die Anleger jederzeit Zugang zu ihren Sachwerten haben und sich dazu noch die Schließfachgebühren sparen.

Insbesondere Goldmünzen haben auch einen ästhetischen Wert, weshalb diese gerne zuhause gelagert werden. Dennoch sollten sie nicht freizugänglich in einem Schrank oder einer Vitrine liegen. Stattdessen sollten sie in einen Tresor eingeschlossen werden. Je höher der Goldschatz, um so höher sollte die Sicherheitsklasse des Tresors sein. Die von den Versicherern getragene VdS Schadenverhütung hat hier unterschiedliche Normklassen gebildet (weitere Infos). In der Klasse 2 können Privatleute einen Gegenwert von bis zu 100.000 € lagern und versichern lassen.

Kleinere Mengen Gold lassen sich zudem sehr gut zuhause verstecken. Wichtig ist, verschiedene Orte auszuwählen, da Einbrecher keine Zeit haben, alle zu finden. Gegen den Einsatz von Metalldetektoren können außerdem Rohre, Stromleitungen, Stahlträger, etc. helfen, in deren Nähe die Goldmünzen und –Barren versteckt werden. Wandtresore, die zum Beispiel Attrappen von Steckdosenleisten sind, empfehlen sich ebenfalls als sichere Verstecke.

In jedem Fall sollte eine wirksame Hausratversicherung abgeschlossen werden, die dann auch die gelagerten Werte absichert. Zur Beweisführung sollten Kaufbelege des Goldes aufbewahrt und bei seltenen Münzen, Fotos von den Objekten angefertigt werden. Aber Achtung, unbedingt auf die Versicherungsbedingungen achten. Die meisten Versicherer haben eine Obergrenze definiert, bis zu der Wertsachen (Schmuck, Gold, Münzen, Bargeld) ersetzt werden.

Lagerung bei Anbietern von Schließfächern

Die einfachste und praktischste Methode ist es, das Gold direkt bei den Edelmatallhändlern zu lagern. In der Branche wird diese Aufbewarungsmethode “Tresorgold” oder auch “Edelmetalldepot” genannt. Dahinter steht eine Dienstleistung aus einer Hand, von Kauf über Lagerung bis zum Verkauf. Insbesondere, wenn Gold auch als Spekulationsobjekt gesehen wird, ist diese Methode zu favorisieren. Bei einem Verkauf wird das Gold einfach aus dem Tresor ausgebucht. Eine Auslieferung des Goldes ist möglich, aber führt zu zusätzlichen Kosten.

Das Gold wird in Hochsicherheitstresoranlagen mit der höchsten Sicherheitsstufe aufbewahrt – zumeist bei externen Partnern der Edelmetallhändler. Um ein Beispiel zu geben, schauen wir uns das Edelmetalldepot der Goldkontor Hamburg GmbH an (hier). Der Händler verwahrt die Goldbestände seiner Kunden im Tresor der PROSEGUR in Hamburg. Diese haftet im Einzelfall mit 10 Millionen Euro pro Kunde. Die Kosten der Lagerung betragen 0,25% des Goldgegenwertes pro Jahr (Gegenwert bis 40.000 €) und sinken bei einem Gegenwert über 250.000 € auf 0,15%.

Hier haben wir einen Überblick über einige uns bekannte Anbieter von Tresorgeld erstellt.